Werbung muss verkaufen

Aktuelles aus dem Marketing

30. Oktober 2014 | Posted in Kundenergründung, Kundengewinnung, Kundenorientierung, Marketingplan, Werbung | By

Werbung soll verkaufenViele KMU glauben immer noch, dass sie keine Werbung brauchen. Sie glauben, dass Werbung einzig der Image- oder Markenbildung dient. Und in gewissem Sinne haben sie natürlich recht: Nicht jeder Handwerksbetrieb braucht eine starke Marke aufzubauen. Obwohl sein Name durchaus zu einer starken Marke werden kann, wenn er seine Arbeit gut macht.

Die Erfolgreichen unter den KMU haben jedoch eine wichtige Lektion gelernt: Es braucht Werbung, die verkauft. Es geht nicht nur darum, ein möglichst gutes Image aufzubauen. Werbung muss verkaufen, nur dann lassen sich die Kosten rechtfertigen.

Dabei ist es natürlich nicht damit getan, ein Inserat in Visitenkartengrösse und im Visitenkarten-Layout in der Regionalzeitung abzudrucken. Sie werden nie kontrollieren können, ob ihr Inserat irgendeinen Nutzen für Sie hatte, wenn Sie keine Kontrollfunktion eingebaut haben.

Drucken Sie einen Gutschein ab. Geben Sie einen Spezialrabatt auf Vorlage des Inserats. Oder platzieren sie einen QR-Code, der auf eine besondere Seite Ihrer Website landet. Dadurch können Sie ganz genau herausfinden, von welchem Inserat er stammt. Vergeben sie einen Rabattcode, der für jedes Inserat anders ist. Damit haben Sie ebenfalls ein gutes Kontrollinstrument.

Mit diesen Mitteln können Sie einfach testen, welche Inserate tatsächlich Kunden generieren und welche Inserate nur die Zeitungen finanzieren. Und sie schlagen 2 Fliegen mit einer Klappe. Sie verkaufen und wirtschaften damit die Kosten des Inserats wieder herein; zusätzlich erfahren Sie, in welchen Medien Sie die besten Ergebnisse erzielen.

So können Sie nur noch in den Medien werben, die Ihnen wirklich guten Rücklauf bringen und weil Sie in den anderen Medien nichts mehr ausgeben, haben Sie erst noch mehr Geld für grössere Inserate oder häufigere Schaltungen.

Am Ende finanzieren sich die Inserate selbst und bringen noch einen schönen Profit. Und genau so war es ja eigentlich geplant, oder?

Bis es so weit ist, gibt es natürlich noch einiges zu tun. Sie könnten zum Beispiel lernen, wie Sie Inserate aufbauen, die genau auf Ihre Zielkunden zugeschnitten sind, die Ihre Kunden genau dort abholen, wo das Problem liegt. Das und noch viel mehr erfahren Sie im Seminar „Die Marketing-Rakete“.

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Was tun Sie eigentlich für Ihre Kunden?

22. Juli 2014 | Posted in Kundengewinnung, Kundenorientierung, Marketingplan, Zielgruppe | By

Was tun Sie eigentlich für Ihre Kunden?

Vor Kurzem war ich an einem Networking-Anlass und suchte das Gespräch zu anderen Teilnehmern. Die Gesprächseröffnung fällt in diesem Fall ziemlich einfach. „Was tun Sie beruflich?“, ist zum Beispiel eine typische Frage. Manche antworten hier: „Ich habe ein Treuhandbüro“ oder „Ich bin Malermeister“ oder „Ich verkaufe Kücheneinrichtung bei der XYZ AG“. Wahnsinnig spannend, nicht wahr? Wie soll man bei solchen Antworten ein Gespräch anfangen?

Machen Sie sich interessant

Ich selbst kenne einige Treuhänder, die sich alle auf diese Art vorstellen. Aber einer davon stellt sich so vor: „Ich helfe Kleinunternehmen Steuern zu sparen.“ Ich gebe zu, auch das haben wir so oder ähnlich schon gehört. Aber immerhin kann das die nächste Frage hervorbringen: „Ach? Und wie machen Sie das?“

Und schon kann der Treuhänder jetzt erzählen, was er Besonderes tut. Ein Gespräch entwickelt sich, der Treuhänder kann sein Fachwissen anhand einiger (anonymisierter) Beispiele bildhaft zeigen und schon bald kann er die wohl wichtigste Frage bringen: „Was meinen Sie, sollten wir das bei Ihnen auch mal überprüfen?“

So einfach hat dieser Treuhänder seine Stärke dargestellt und ein unverbindliches Angebot gemacht. Die Chance, dass aus diesem Gespräch ein Mandat entsteht, ist deutlich gestiegen.

Sprechen Sie über Ihr Alleinstellungsmerkmal

Und nun zu Ihnen, lieber Leser. Was tun Sie eigentlich für Ihre Kunden? Welche Bedürfnisse befriedigt Ihr Angebot? Streichen Sie einfach Wände an oder beleben sie Wohnräume durch farbliche Gestaltung? Schon bei dieser Frage erkennen Sie, wie unterschiedlich das Potenzial sein kann. Welcher der beiden wird wohl die höhere Rechnung stellen dürfen? Der „Anstreicher“ oder der „Gestalter“?

Klar können Sie jetzt denken, dass nicht jeder Maler zum „Gestalter“ geboren ist. Das verlangt ja auch keiner. Vielleicht hat dieser Maler dann aber eine andere Stärke. Vielleicht ist er einfach der schnellste Maler? Oder der sorgfältigste? Der freundlichste, der ruhigste oder der billigste?

Wichtig ist in diesem Fall nur, dass er genau weiss, welche Sorte Maler er ist, und dass er es in einem Satz formulieren kann. So kann er seine grosse Stärke dazu verwenden, Interesse zu wecken.

Doch was tun, wenn diese Stärke beim Gesprächspartner keine Resonanz bringt? In diesem Fall sind Sie ja an einem Networking-Event und Sie finden bestimmt einen anderen Gesprächspartner.

Wie finden Sie Ihre Stärken?

Was tun, wenn es schwer fällt, seine eigene Stärke zu finden und zu benennen? Viele von uns sind so erzogen worden, dass sie nicht auf ihre eigenen Stärken hinweisen. „Eigenlob stinkt“, ist ein bekanntes Sprichwort. Viele von uns haben grosse Mühe, eigene Stärken zu benennen. Andern gegenüber haben wir diese Hemmungen nicht. Einem Freund können wir unzählige gute Eigenschaften aufzählen. Diesen Mechanismus können Sie nutzen, indem Sie einen Freund nach seiner Meinungüber Sie und Ihre Arbeitsweise fragen. Probieren Sie es einmal aus und lassen Sie sich überraschen davon, wie gut Sie in Wirklichkeit arbeiten.

Oder buchen Sie ein entsprechendes Coaching, zum Beispiel den Firmenworkshop „Kunden besser verstehen„, indem wir uns viel Zeit nehmen, um die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens zu definieren.

Bis zum nächsten Mal.

Ihr Marketing-Fuchs

Markus Kessler

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Gekommen um zu bleiben: So funktioniert der perfekte Werbeslogan

Aktuelles aus dem Marketing

1. Juli 2014 | Posted in Kundenorientierung, Werbung, Zielgruppe | By

Wie funktioniert der perfekte Werbespot?

 

Immer wieder ein Thema, das Marketing-Leute beschäftigt. Was macht einen guten Slogan aus? Wie findet man den perfekten Werbespruch?

Und Vorsicht vor englischen oder erklärungsbedürftigen Slogans: unverständliche Slogans werden missverstanden oder einfach ignoriert.

Mehr dazu in diesem spannenden Artikel der Wirtschaftswoche:

Gekommen um zu bleiben: So funktioniert der perfekte Werbeslogan – Management – Erfolg – Wirtschaftswoche.

 

 

 

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Du sollst keine Perlen vor die Säue werfen!

26. Juni 2014 | Posted in Kundenergründung, Kundengewinnung, Kundenorientierung, Werbung, Zielgruppe | By

Du sollst keine Perlen vor die Säue werfen!

 

Beitrag jetzt hier hören:

oder hier lesen:

Dieses Sprichwort will sagen, dass man niemandem etwas geben soll, der es nicht zu schätzen weiss. Und was hat das mit Marketing zu tun? Mehr als Sie denken.

Jeder von uns braucht neue Kunden. Und um diese zu finden, streuen manche ihre „Perlen“ – also ihre Werbung – in weitem Umkreis, in der Hoffnung, sie würden dann schon vom Richtigen gefunden. Tatsächlich aber sind diese „Perlen“ vor die Säue geworfen.

In manchem Medien haben Sie derart hohe Streuverluste, dass sie Tausende von Franken ausgeben müssen, um überhaupt einmal per Zufall einen Kunden zu erreichen. Da kann man schon mal zum Schluss kommen, dass Werbung nichts bringt.

Doch das stimmt nicht! Werbung kann und wird neue Kunden bringen. Aber, Sie müssen wissen, welche Kunden Sie damit finden wollen. Je genauer Sie wissen, welche Kunden Sie gerne hätten, umso leichter finden Sie diese.

Viele glauben, jedermann könnte ihre Produkte brauchen? Doch die wirklich erfolgreichen sind jene, die genau wissen, wer ihr Produkt am dringendsten braucht? Sie überlegen sich, warum Kunden ihre Produkte kaufen.

Manchmal höre ich in Beratungsgesprächen Sätze wie diese: „Ist mir doch egal, wofür der Kunde mein Produkt braucht? Hauptsache er kauft es.“ Diesen Menschen antworte ich dann: „Wenn Sie Ihren Kunden nicht sagen können, wozu sie Ihre Produkte brauchen, wie sollen sie denn wissen, dass sie es braucht?

Je enger Sie Ihre Zielgruppe eingrenzen, umso genauer können Sie die Werbung darauf ausrichten. Sie können nur in jenen drei Zeitschriften inserieren, die ihre künftigen Kunden lesen. Und weil Sie Ihre Werbeausgaben auf das Wesentliche fokussieren, können Sie weniger Inserate schalten. Und dafür grössere.

Dadurch kann Ihre Werbekampagne effektiver werden, Sie werden Neukunden anziehen und Ihre Umsätze steigern. Konzentrieren Sie sich zu Beginn nur auf die wichtigste Kundengruppe. Und sobald Sie es sich leisten können, erschliessen Sie eine weitere Zielgruppe nach dem gleichen Muster.

Und darum ist eine Zielgruppen-Fokussierung so wichtig. Am Tagesseminar „Die Marketing-Rakete“ ergründen Sie die Eigenschaften Ihrer drei wichtigsten Zielgruppen. Zudem erhalten Sie ein einfach umsetzbares 3-Stufen-System, das für alle Produkte und Dienstleistungen sowie in allen Branchen funktioniert. Auch bei Ihnen.

Melden Sie sich am besten gleich für das nächste Seminar an. Die aktuellen Daten und Orte finden Sie auf www.marketing-fuchs.ch unter dem Menüpunkt Seminare. Ich freue mich auf Sie.

Und denken Sie daran: Wenn Sie weiterhin das tun, was Sie schon immer getan haben, dann werden Sie auch weiterhin die Ergebnisse erreichen, die Sie schon immer erreicht haben.

Ihr

Markus Kessler

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Mit allen Sinnen werben | Erfolgsbeschleuniger

11. Juni 2014 | Posted in Kundenergründung, Kundengewinnung, Kundenorientierung, Werbung, Zielgruppe | By

Mit allen Sinnen werben

Wie man Kunden so anspricht, dass Sie sich verstanden fühlen.

Wie man kundengerecht schreibt.

Wie man die Wahrnehmung der Kunden in den Werbetext einbezieht.

Das alles und noch viel mehr gibt’s im Gastbeitrag auf dem Erfolgsbeschleuniger-Blog.

 

Mit allen Sinnen werben - Erfolgsbeschleuniger

 

 

 

 

 

 

 

 

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Warum soll ich das lesen?

Aktuelles aus dem Marketing

15. Mai 2014 | Posted in Allgemein, Kundenergründung, Zielgruppe | By

Warum soll ich das lesen?

Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Bestimmt kennen Sie diese Frage. Vielleicht haben Sie sich das auch schon des Öfteren gefragt. Und wie oft haben Sie Werbebotschaften ungelesen weggelegt? Vielleicht haben Sie kurz die Bilder und Grafiken durchgesehen, die eine oder andere Titelzeile gelesen, und dann das Ganze ungelesen weggelegt. Auf Nimmerwiedersehen.

Es ist Sache des Schreibers, dass seine Botschaft gelesen wird

Warum soll ein Texter, der kaum Ahnung hat von meinem Geschäft, etwas über mein Geschäft schreiben? Vielleicht genau deshalb. Weil er nicht in den typischen, klobigen Formulierungen und Fachbegriffen der Branche denkt. Weil er gelernt hat, sich in die Erfahrungs- und Wahrnehmungswelt des Kunden einzufühlen.

Vielleicht haben Sie auch schon einen Werbebrief formuliert, einen Text für Ihre Website oder einen Flyer. Vielleicht haben Sie danach sogar herausgefunden, dass kaum jemand überhaupt liest, was Sie da in harter Arbeit geschrieben haben. Doch mal Hand aufs Herz, warum sollte jemand das lesen?

Lesen Sie Ihre Texte noch einmal und fragen Sie sich dabei:

Spricht der Titel eines meiner Bedürfnisse an?
Würde ich nach den ersten 12 Silben noch weiterlesen?
Hält der Text, was der Titel verspricht?
Ist es vielleicht nur die übliche Aneinanderreihung von Floskeln?

Wir sind kundenorientiert, weil wir kundenorientiert denken“, steht da vielleicht. Und woran merkt der Kunde das, wenn die ganze Zeit nur von „wir“ geschrieben steht und kein einziges Bedürfnis des Kunden wirklich angesprochen wird? Oder es steht da vielleicht vollmundig: „Wir sind die Problemlöser unserer Kunden.“ Wenn das wirklich so wäre, würde im Titel das wichtigste Problem des Kunden bereits angesprochen und direkt im Text die Lösung angeboten.

Und sagen Sie jetzt nicht, Sie wüssten ja nicht, welche Probleme Ihre Kunden bewegen. Wie wollen Sie dann wissen, dass Sie deren Probleme lösen können? Das mag jetzt hart klingen, aber mit den Standard-Floskeln erreicht man heute niemanden mehr.

Diese kleine Übung kann Ihnen helfen, ein Gefühl für gute Texte zu bekommen:

Lesen Sie die nächsten zwei Wochen alle Werbung, die Sie bekommen, und legen Sie jene Texte beiseite, die Sie wirklich ansprechen. Jene, die wirklich ein Problem ansprechen, das sich für Sie stellt. Sammeln Sie auch alles andere und vergleichen Sie am Ende dieser zwei Wochen die beiden Haufen. Vielleicht erkennen Sie bereits Unterschiede in den Formulierungen? Vielleicht haben Sie bereits eine Ahnung, was einen ansprechenden Text ausmacht?

Also vergessen Sie nicht:

Es ist Sache des Absenders, dafür zu sorgen, dass seine Botschaft ankommt!

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Wenn Kunden Romanfiguren wären…

3. April 2014 | Posted in Allgemein, Kundenergründung, Kundengewinnung, Kundenorientierung, Zielgruppe | By

Wenn Kunden Romanfiguren wären…

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Stellen Sie sich vor, Sie müssten einen Roman über Ihre Kunden schreiben. Sie müssten einen Helden – eben Ihren Kunden – erfinden. Sie müssten sich ganz genau überlegen, wer denn dieser Held ist, Sie müssten seine Gewohnheiten und Macken kennen, seine Bedürfnisse und Beziehungen.

Jeder Romanautor weiss, dass es das A & O jeder Geschichte ist, dass die Personen so lebensecht wie möglich sind und dass sich ein Leser in die Figur einfühlen können muss. Das Einfühlen passiert eben nicht über äusserliche Merkmale, sondern über das kongruente Verhalten der Person. Passt sein Verhalten zu seiner Funktion in der Geschichte? Passt das Verhalten zu seiner Position in seinem Umfeld, seinem Beruf, seinem Freundeskreis?

Was hat das alles mit Marketing zu tun? Im Marketing nennen wir das Zielgruppen-Analyse. Das A & O erfolgreichen Marketings ist die genaue Analyse der Zielgruppe. Stellen Sie sich doch mal Ihren Lieblingskunden zusammen.

Fragen Sie sich, wer denn Ihr Kunde sein soll?
Welche Gewohnheiten passen zu ihm?
Wie verbringt er seine Freizeit? Hat er überhaupt Freizeit?
Wie spricht er? Welchen Wortschatz nutzt er? Mit wem spricht er?
Worüber spricht er? Welche Themen interessieren ihn?

Und wenn sich langsam eine Gestalt formt daraus, geben Sie ihr einen Namen! Ist es Mann oder Frau? Welcher Name passt zu ihm oder ihr? Geben Sie einen Vor- und Nachnamen.

Wenn Sie nun dieser Person Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung verkaufen müssten, wie würden Sie vorgehen? Wo würden Sie diese Person finden? Wie würden Sie sie ansprechen? Gibt es genug solche Personen in Ihrer Region oder müssen Sie Ihre Fühler weiter ausstrecken?

Und jetzt, was tun Sie jetzt mit diesem Wissen?
Mein Vorschlag: Gehen Sie los und tun Sie genau das, was Sie sich vorgestellt haben! Ich bin überzeugt, dass Sie damit erfolgreich sein werden.

Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen

Ihr
Markus Kessler

 

 

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Neulich am Flughafen…

3. Februar 2014 | Posted in Kundenorientierung, Marketingplan, Zielgruppe | By

Wegweiser

Foto: günther gumhold / pixelio.de

Auf Urlaubsreisen kann man so manches erleben. Da ist mir neulich ein Mann aufgefallen, der war am Schalter einer Fluggesellschaft in eine heftige Diskussion mit der Dame am Schalter verstrickt. Diese sah schon sichtlich genervt aus und auch der Mann schien ausser sich zu sein. Ich ging näher, um zu hören, worum es ging.

„Hören Sie, ich will wirklich nicht nach Paris!“, rief der Mann gerade.
Die Dame holte tief Luft. „Das weiss ich, aber wohin wollen Sie?“
„Ich will fliegen!“, sagt der Mann. „Und ich will nicht nach Paris, nicht nach London und auch nicht nach Rom.“
Die Dame am Schalter sah so aus, als wäre ihre Geduld demnächst am Ende, als sie sagte: „Hören Sie, guter Mann. Wenn Sie fliegen wollen, sollten Sie auch wissen, wohin sie fliegen wollen. Hier können Sie zu fast 200 Destinationen starten. Also welche davon hätten Sie gerne?“
„Hmmm… 200 sagen sie…“, grübelte der Mann. „…wohin ich will … keine Ahnung.“

Es ist natürlich Unsinn, an einen Flughafen zu fahren und ein Ticket „nicht nach Paris“ zu kaufen. Doch tatsächlich passiert das in vielen Firmen, wenn es um den Marketing-Plan geht. Viele Unternehmer wissen ganz genau, wo sie nicht hinwollen. Kommt aber die Frage, wo sie denn genau hinwollen, sind sie ratlos.

Wenn ich frage, welche Kunden sie denn gerne hätten, kommt oft die Aufzählung der Zielgruppen, die sie nicht wollen. Ganz ohne Ziel und ohne Plan wird manchmal hier und manchmal dort ein Inserat geschaltet. Ein Inserat, das aussieht wie eine Visitenkarte, es soll ja möglichst nichts kosten. So werden jedes Jahr mehrere Tausend Franken ohne Ziel und ohne Plan verbrannt. Mit mässigem Erfolg. Natürlich.

Hätte unser Herr am Flughafen genau gewusst, wo er hin will, hätte er sein Ticket innert Minuten gekauft. Hätte seinen Pass und die nötigen Visa dabei, hätte etwas Bargeld in der richtigen Währung gewechselt und ein Hotel vor Ort reserviert. Und seinem Urlaubsflug hätte nichts im Wege gestanden. Während andere noch am Schalter stehen und nicht wissen, wo sie hinwollen, hätte er sein Ziel schon erreicht.

Genauso einfach geht das im Marketing. Wenn Sie wissen, wo Sie hinwollen, wissen Sie auch, was Sie tun müssen, um dorthin zu kommen. Wenn Sie wissen, welche Kunden sie gerne hätten, können Sie dort werben, wo diese Kunden Sie finden. Und zwar nur dort. Gut oder gut?

Überlegen Sie sich doch mal, welche Kunden Sie gerne wollen und wo Sie diese Kunden finden! Investieren Sie etwas Zeit, um Klarheit zu gewinnen. Es lohnt sich.

Bedenken Sie: Wünsche mit Termin werden zu Zielen, Ziele mit kleinen Zwischenzielen werden zu einem Plan und einen Plan können Sie einfach umsetzen.

 

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Was darf’s sein?

23. Dezember 2013 | Posted in Allgemein, Kundenbindung, Kundenergründung, Kundengewinnung, Kundenorientierung, Zielgruppe | By

Brötchen beim Bäcker

Was darf’s sein?

Diese Frage stellt der Bäcker immer sonntags, wenn ich Frühstücksbrötchen kaufe. Und ich habe dann auch eine genaue Antwort parat: ein mittelgrosser Zopf, zwei Laugenbrötchen und ein 5-Korn-Brötchen. Dabei ist die Klarheit meiner Bestellung wichtig. Was würde der Bäcker wohl sagen, wenn ich in die Bäckerei stürmen und einfach nur Brot verlangen würde?

Er könnte mir ein Pfund Ruchbrot einpacken und es mir verkaufen. Er riskiert dabei, dass ich nicht zufrieden bin und ein Andermal nicht mehr bei ihm mein Brot kaufe.

Er kann auch mit einer Serie von Fragen herausfinden, welche Art Brot mir vorschwebt: Welches Brot? Was mögen sie gern? Wie viel davon? Diese Prozedur wird bestimmt mehr Zeit in Anspruch nehmen und mehr Geduld erfordern.

Wenn wir das einige Sonntage hintereinander gemacht haben, weiss er ziemlich genau, was ich mag, und hat schon alles bereit, wenn ich komme. Ich fühle mich wohl beim Bäcker meines Vertrauens und werde zu seinem treuen Kunden. Und manchmal bietet er mir ein neues Brötchen zum Probieren an.

Stellen Sie sich jetzt vor, der Bäcker wäre ein Inserateverkäufer – nenne wir ihn hier mal Google – und die Brötchen wären Ihre Neukunden. Wenn Sie nun also Neukunden kaufen möchten, wäre es sicher besser, wenn Sie genau wüssten, welche Art von Kunden Sie gerne hätten. Dem Inserateverkäufer ist es im Grunde gleich, welche Art von Kunden er Ihnen anbietet. Er gibt Ihnen das, was Sie bestellen. Und wenn Sie nichts besonderes bestellen, gibt er Ihnen das, was die meisten bestellen. Auch wenn das gar nicht wirklich zu Ihnen passt.

Mir ist schon oft begegnet, dass KMU mit Internet-Werbung Neukunden ansprechen wollen, sich aber kein Bild davon machen können, nach welchen Suchbegriffen ihre Neukunden suchen. Dann sind die Suchbegriffe oft so allgemein gehalten, dass drei Viertel des Geldes für falsche Klicks verschwendet werden.

Ganz gleich, ob sie für Werbung wie z. B. Google AdWords oder für eine professionelle Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seite Geld ausgeben. Stets ist die Qualität Ihrer Keywords (Suchbegriffe) massgebend, ob Sie Menschen ansprechen, die auch wirklich suchen, was Sie bieten.

Das ist genau wie bei den Brötchen. Je genauer Sie dem Bäcker sagen, was Sie wollen, umso sicherer wird er Ihnen das Richtige geben.

Schöne Weihnachten und herzliche Grüsse

Markus Kessler

 

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Wem schmeckt das?

22. November 2013 | Posted in Kundengewinnung, Kundenorientierung, Zielgruppe | By

 

Wem schmeckt das?

Neulich bin ich auf einem Spaziergang einem Angler begegnet. Der sass gemütlich am See und befestigte gerade ein frisches Stück Rosenkohl am Angelhaken. Das machte mich neugierig. Ich ging zu ihm und fragte, welche Fische er denn fange mit dem Rosenkohl.

Forellen“, antwortete er begeistert, „aber bis jetzt hat leider noch keine angebissen.“

Angler

Ich weiss zwar nicht viel über Fische, aber ich meine mich zu erinnern, dass Forellen vor allem Insekten fressen. Dass sie auch Rosenkohl mögen, war mir neu. Als ich den Angler danach fragte, erklärte er:

Hören Sie mal, dieser Rosenkohl kommt aus meinem eigenen Garten. Er ist wunderbar gut, in Bio-Qualität und ich weiss, dass er ausgezeichnet schmeckt. Und wenn er mir schmeckt, werden diese Forellen den auch mögen.“

Gut, dachte ich, ich verstehe ja nichts vom Angeln. So sagte ich zu ihm: „Ich dachte, um Fische zu fangen, brauche man Würmer. Dass das auch mit frischem Gemüse geht, hätte ich nicht gedacht.“

Ja, wissen Sie, gefangen habe ich damit noch keinen Fisch. Aber wenn die Fische erst merken, wie gut mein Rosenkohl schmeckt, dann werden sie schon anbeissen. Im Vergleich dazu sind Würmer doch eklig.“

Ich konnte mir nicht recht vorstellen, wie das gehen soll. Ob die Fische einfach so versuchsweise mal etwas Rosenkohl probieren würden? Aber was sollte ich da noch sagen, der Angler war felsenfest überzeugt von der Idee. Warum sollte ich mit ihm über ein Thema diskutieren, von dem er offensichtlich etwas zu verstehen glaubte. So verabschiedete ich mich freundlich und ging meiner Wege.

Ich glaube immer noch, dass er mit Rosenkohl keine Forellen fangen kann. Aus dem einfachen Grund, dass Forellen keinen Rosenkohl fressen. Und der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.

Genauso ist es auch in der Werbung. Die Werbebotschaft muss dem Kunden gefallen und nicht nur dem Absender. Der Kunde muss verstehen, was ihm da angeboten wird, und er muss es begehren – eben: Es muss ihm schmecken.

En Guete!

Ihr

Markus Kessler

 

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